21. März 2016 

DAB+ ebnet den Weg für mehr Vielfalt und Wachstum am Radiomarkt

  • Digitalradiobetreiber geben klares Bekenntnis zu DAB+ als zusätzlichen terrestrischen Verbreitungsweg ab
  • Wolfgang Struber: „Innovation und Vielfalt am Medienstandort Österreich ermöglichen“

„Die innovativen, digitalen Radiobetreiber von Digitalradio Österreich geben ein klares Bekenntnis zur digital-terrestrischen Übertragung von Radio und damit zur Weiterentwicklung der Mediengattung Hörfunk in Österreich ab“, nimmt Wolfgang Struber, Obmann-Stellvertreter des Vereins Digitalradio Österreich, zur Interessenerhebung der KommAustria Stellung. „DAB+ ebnet damit den Weg für mehr Vielfalt und Wachstum am Radiomarkt.“

„DAB+ ist bereits heute europaweit Standard für digitale Terrestrik. UKW ist ein erfolgreiches Geschäftsmodell, bietet aber keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten mehr für die nächsten Jahrzehnte. Die Folge wird sein, immer mehr Hörer an Streamingdienste von internationalen Anbietern verlieren. Digitalradio bietet genau diese Chance, Radio wieder zukunftsfähig zu machen: Vielfalt, Interaktivität, Hörqualität, Verlässlichkeit, Sicherheit.“

 Die Argumentation des ORF-Generaldirektors Alexander Wrabetz gegen neue Technologien ist für den Verein Digitalradio unter herkömmlichen Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar. Die Kosten für eine bundesweite Bedeckung mit DAB+ kostet ein Zehntel der Kosten von UKW. In jedem zehnten Haushalt ist bereits ein DAB+ fähiges Radiogerät vorhanden. Der Handyhersteller LG stellte kürzlich das erste Smartphone mit integrierter DAB+ Antenne vor. Darüber hinaus bieten so gute wie alle Automarken DAB+ in ihrem Ausstattungsportfolio an. „Wer Wettbewerb am Radiomarkt um jeden Preis verhindern und dadurch Marktanteile sichern möchte, irrt“, fasst Struber zusammen.

Der Verein Digitalradio ist überzeugt, dass die KommAustria eine mutige und zukunftsgerichtete Entscheidung für den Medienstandort Österreich treffen wird, um Radio in Österreich im europäischen Umfeld auf Augenhöhe weiterentwickeln zu können. Struber appelliert daher, Medieninnovationen weiterhin zu fördern, für mehr Vielfalt im Radio und vor allem Wachstum für den Hörfunksektor als Gesamtes zu sichern.

Dem Digitalisierungskonzept der KommAustria folgend sollen spätestens im ersten Halbjahr 2017 eine oder mehrere Bedeckungen im DAB+-Standard ausgeschrieben werden, damit spätestens 2018 der Regelbetrieb laufen kann.

Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Schöngruber
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